> > A Very Murray Christmas – Bill Murrays Weihnachtsfilm jetzt auf Netflix

A Very Murray Christmas – Bill Murrays Weihnachtsfilm jetzt auf Netflix

Bill Murray widmet sich nach „Die Geister, die ich rief…“ erneut dem Thema Weihnachten. Und wie auch in seinem Film aus dem Jahr 1988 mag er dieses Fest überhaupt nicht. Doch der Vertrag ist unterschrieben und Murray muss seine Weihnachtsshow über die Bühne bringen. Die großen Gäste bleiben aus und nur ein Stromausfall erlöst ihn (und vielleicht auch seine Gäste). Weihnachten mit Bill Murray: Der Abend wird trotzdem sehr schön – nur für Murray nicht. Darum auch der Titel des Filmes: „A Very Murray Christmas“.

Seit Freitag ist der Film auf Netflix zu sehen und vereint Filme wie „Die Geister, die ich rief…“ und „Lost in Translation“. Bei letzterem führte ebenfalls Sofia Coppola Regie, die auch in dem einstündigen Weihnachts-Special von Netflix wieder auf dem Regiestuhl sitzt. Videostream erklärt sehr anschaulich, wie man Nextlflix problemlos zu Hause sehen kann. Es lohnt sich!

Weihnachten mit Bill Murray ohne Spektakel

Weihnachten mit Bill Murray

Weihnachten mit Bill Murray

Der Film ist jedoch kein Weihnachtsspecial voller Heiterkeit, obwohl man dies vermuten könnte. Es gibt Kunstschnee, gemeinschaftliches Singen, gutes Essen und Alkohol. Der Film ist eher ein Blick auf Bill Murray. Ein Mann, der nie albern komisch, sondern durch seine Gleichgültigkeit, teilweise auch depressive Art, in seinen Filmen überzeugt hat. Und da das Kinopublikum heute nach anderen Dingen schreit, war es genau richtig diesen Film für Netflix zu produzieren, um ihn auch nur auf dieser Plattform zu präsentieren.

Die Frage, die man sich sicher stellt, ist das ein Film oder doch ein Making Of, denn der Film wirkt eher wie ein Einblick in die Proben für eine Weihnachtsshow, die nie statt finden wird. Und trotz alle dem überzeugt der Film durchgehend. Und am Ende sehen wir eine große Bühne mit Stars wie Miley Cyrus oder George Clooney, auf der auch dann Bill Murray doch Spaß zu haben scheint. Ist das alles nur ein Traum?

Weihnachtsdepressionen fröhlich verpackt

Sofia Coppola umarmt Bill Murray

Sofia Coppola umarmt Bill Murray bei der Premiere

Dieser sichtbare Spaß von Murray in der Weihnachtsshow am Ende wirkt aber nur teils fröhlich, wenn man bedenkt, dass Murray in diesem Film an Weihnachtsdepressionen leidet  – und es mir als Zuschauer eine Freude und Genuß, ihm dabei zuzuschauen. Es wirkt natürlich, nicht gekünstelt und menschlich. Niemand ist immer glücklich und genau diese Tatsache, zeigt uns Murray in seinem neusten Streich. Und dieser Streich ist grandios und absolut sehenswert.

Sehenswert für all jene, die mit Murray groß geworden sind und all jene, die einen guten Weihnachtsfilm zu schätzen wissen. Ein Familienfilm ist er aber dennoch nicht.

Kleine Kritik noch am Rande: Der Film kommt ohne Synchro daher. Das heisst hier müssen wir leider auf Murrays deutsche Synchronstimme Arne Elsholtz leider verzichten. Wer der englischen Sprache allerdings nicht mächtig ist, kann den Film mit Untertitel schauen und sollte dies auch tun. Musikalisch hat der Film eine Menge zu bieten und auch Paul Shaffer ist durchgehend an Murrays Seite. Ihn kennt man zum Beispiel aus Blues Brothers, ebenfalls dort am Klavier. Hier kommt man also auch ohne die deutsche Synchro voll und Ganz auf seine Kosten.

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