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House of Cards 2015: Politik-Krimi wird fortgesetzt

Die US-amerikanische Webserie House of Cards wird zu dem Genre Politik-Krimi hinzugezählt und spielt in Washington, D.C., dem Zentrum von Macht, dem Weißen Haus und all seinen Abgeordneten. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Francis „Frank“ J. Underwood, sehr überzeugend gespielt von Kevin Spacey.

Der intelligente und nach Macht strebende Kongressabgeordnete der Demokratischen Partei verfolgt bestrebt als Majority Whip seine Aufgabe, alle Abgeordneten auf Partei- und Regierungslinie zu bringen, mit dem Ziel, den ihm versprochenen Posten als Außenminister des neuen Präsidenten Garrett Walker anzutreten. Als ihm die begehrte Stelle von seinem Parteifreund aber vorenthalten wird, schmiedet Underwood einen durch Intrigen und einem skrupellosen Vorgehen umgesetzten Racheplan. Auch seine Frau Claire, gespielt von Robin Wright, trägt als Gattin und Leiterin der Wohltätigkeitsorganisation Clean Water Initiative bei dem Spiel um Rache und Macht eine entscheidende Rolle in der Netflix Serie House of Cards.

House of Cards

House of Cards als TV-Serie zuerst bei Sky

Die Serie House of Cards wurde erstmals im Februar 2013 in den USA per Streaming vom Video-on-Demand-Anbieter Netflix ausgestrahlt. Die Polit-Thriller-Serie basiert auf den Roman „Ein Kartenhaus“ und gilt als erweiterte US-Adaption der gleichnamigen BBC-Serie. Im Internetdienst wurde mit House of Cards erstmals ein derartiges Großprojekt ausgeführt, weshalb die Serie in Branchenkreisen diesbezüglich als wegweisend gilt.

House of Cards Staffeln nicht nur bei Netflix erhältlich

Mittlerweile können beide Staffeln per Streaming abgerufen werden, zum Beispiel bei iTunes, sowohl Staffel 1 als auch Staffel 2. Die dritte Staffel wurde bereits in Auftrag gegeben und steht ab 27. Februar 2015 online zur Verfügung. Zuerst bei Sky. Als erste allein per Streamingdienst ausgestrahlte Serie wurde sie als beste Drama-Serie für den Emmy 2014 nominiert. Auszeichnungen erhielt der Politik-Krimi für die Kategorien “ Outstanding Cinematography for a Single-Camera Series“, „Outstanding Directing for a Drama Series“ und “ Outstanding Casting for a Drama Series“. Nominierungen gab es außerdem für den TCA Award und den Critics´Choice Television Award. Als beste Serien-Hauptdarstellerin (Drama) erhielt Robin Wright 2014 den Golden Globe Award in ihrer Rolle als Claire Underwood.

Serienfans lieben und loben House of Cards

Kevin Spacey Robin Wright by Nathan Bell for Netflix

Kevin Spacey und Robin Wright (Photo by Nathan Bell for Netflix)

Das vielseitige und äußerst packende Serienspektakel, bei dem Macht, Politik und Geld im Vordergrund stehen, wird vor allem Serienfans ansprechen, die die verzweigten und mitunter auch blutigen Wege von Intrigen und der Anwendung von Wissen im Finanz- und Regierungszentrum Washington D.C. interessieren. Die beiden Hauptprotagonisten Kevin Spacey und Robin Wright überzeugen absolut durch ihr schauspielerisches Können. Aber auch die zahlreichen, immer mehr werdenden grandiosen Nebendarsteller sowie die intelligenten Dialoge sprechen absolut für den Polit-Thriller. House of Cards bedient sich zudem einem besonderen Stilmittel, dem sogenannten „Durchbrechen der vierten Wand“, indem sich der Hauptdarsteller ab und an zum Publikum dreht und zynische oder sarkastische Bemerkungen direkt an die Zuschauer richtet und so seine Hintergedanken und neuen Pläne vermittelt.

Ursprünglich für Netflix gedreht

Bemerkenswert ist sicherlich die allererste Szene der Netflix-Serie, indem Underwood einen angefahrenen Welpen mit bloßen Händen erdrosselt. Für gewöhnlich werden solche „Save-the-Cat“-Szenen eingesetzt, um die Sympathie für den Protagonisten zu fördern. In House of Cards wird dieses Konzept der Empathierzeugung grandios umgedreht, während Kevin Spacey über die Arten von Schmerz sinniert.

Die Szene gibt Aufschluss über die brutale Vorgehensweise und des zu erwartenden Führungsstils des Kongressabgeordneten. Besonders hervorzuheben sind in House of Cards auch die seltenen Szenen, in denen die Zwischenmenschlichkeit des skrupellosen Ehepaares Underwood ein wenig Platz bekommt, beispielsweise bei ihren geheimen, nächtlichen Zigarettenrauchen am Fenster ihrer grandiosen Villa. Aber auch nackte Brüste sind im Politik-Serienspektakel zu sehen, wenn Zoe Barnes (gespielt von Kate Mara), eine ambitionierte Journalistin und Gegenspielerin von Underwood, sich in Episode 5 vor ihm auszieht.

House of Cards in der Einzelkritik

Die US-Webserie wurde bereits vor der Ausstrahlung in den höchsten Tönen gelobt und mit guten Kritiken versehen. So meinte Denis Krick vom Spiele Online: „In „House of Cards“ von David Fincher sind die Politiker allesamt ruchlose Psychopathen. Das bitterböse Opus mit Hollywood-Star Kevin Spacey ist feinster US-Serienstoff (…)“. Laut Gina Thomas von der FAZ wird die US-Serie folgendermaßen beschrieben: „House of Cards“ war eine britische Kultserie, jetzt läuft das ambitionierte amerikanische Pendant. Kevin Spacey gibt einen Politiker, dessen Machtspiele den Staat aus den Angeln heben.“ „Sex und Macht sind die Themen der grandios amoralischen Polit-Satire „House of Cards“ – in den USA per Stream am Stück zu sehen. Besonders widerlich: Kevin Spacey als eiskalter Kongressabgeordneter„, so Uwe Schmitt in „Die Welt“.

House of Cards bei Netflix

In Deutschland hat sich Netflix durch exklusive Serien weit nach oben gemausert. Und damit die Fans auch weiterhin mit ihren Lieblingsserien versorgt werden, werden viele Serien mit weiteren Staffeln versorgt. Aber auch neue Serien werden produziert werden. Im Laufe des Jahres plant Netflix nämlich sein Angebot an eigens produzierten Formaten massiv auszubauen. Darunter Schauspieler wie Brad Pitt und Ashton Kutcher. 31 Staffeln von neuen und bestehenden produzierten Serien, viele Spielfilme und Dokumentationen und verschiedene Comedy-Specials und 30 Kinderserien plant Netflix für dieses Jahr.

Neue Staffeln und Serien auf Netflix

Unter den Produktionen sind neue Staffeln für Serien wie „House of Cards“, „Orange Is The New Black“, „Marvel’s Daredevil“, „Marvel’s Jessica Jones“ und „Narcos“ befinden. Mit „Stranger Things“, einer Mystery-Serie mit Winona Ryder, „War Machine“, einer Afghanistankrieg-Komödie mit Brad Pitt und „The Ranch“, einer Comedyserie mit Ashton Kutcher, will Netflix aber auch neue Serien ausprobieren. Zudem startet das Revival von „Full House“ mit dem Namen „Fuller House“ am 26. Februar. Und ebenfalls im Februar (am 16.) startet die neue Staffel von „Better Call Saul“. Für reichlich Nachschub ist also gesorgt nachdem Netflix in 130 weiteren Ländern verfügbar ist.

Viel Stoff zum bingen

Bingen was? Binge Watching, auch Komaglotzen oder Serienmarathon genannt. Dieses Wort erlebt mit Anbietern wie Netflix, die aktuell alles daran tun, dass sich diese Wörter wieder etablieren, einen zweiten Frühling. Denn wo man beim klassischen Fernsehen auf neue Folgen warten muss, kann man bei Netflix eine neue Staffel direkt in einem durch schauen.Man darf also gespannt sein was uns Netflix 2016 noch neben den bisherigen Ankündigungen präsentieren wird und vor allen Dingen wie sehr der Anbieter noch weiter wachsen wird.

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